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Rituale rund ums Essen

Rituale fördern die Gesundheit und können unseren Alltag erheblich erleichtern. Grund genug, sich mit ihnen zu beschäftigen.


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
11. März 2013
Bild: (c) YuriArcurs / clipdealer.com

Geliebt und gefürchtet

Rituale begegnen uns im Tagesablauf auf Schritt und Tritt: Ob beim Aufstehen, Essen oder Feiern, viele Handlungen laufen nach einem festen Muster ab. Das aufwändige Festessen zu Weihnachten oder die Geburtstagstorte sind typische Rituale unserer Esskultur. Sie werden nur selten verändert und das ist äußerst praktisch: Jeder weiß, was ihn erwartet.

Rituale galten in den 60er und 70er Jahren als verpönt und überholt. Sie standen für strenge Essenszeiten und übertrieben autoritäre Tischsitten, mit denen sich die Jugendlichen der 68er-Generation nicht identifizieren wollten.

Doch Rituale können viel Gutes bewirken: Als Fixpunkte im Tagesablauf können sie das Leben vereinfachen. Da Rituale meist automatisch ablaufen, können sie Stress abbauen und dazu beitragen, Ruheinseln zu finden und neue Energien aufzutanken.

 

Zurück an den Tisch

In den letzten Jahrzehnten haben neue Formen der Mahlzeitengestaltung Einzug gehalten: Es wird nicht mehr nur in Küche oder Esszimmer gespeist, sondern an vielen Orten in der Wohnung. Auch wird nicht mehr nur zu bestimmten Zeiten gegessen, sondern oft nebenher oder zwischendurch.

Die Nachteile sind leicht zu erkennen: Der Überblick über die tatsächlichen Verzehrmengen geht so schnell verloren – schlecht für die schlanke Linie. Die fehlende Konzentration aufs Essen führt außerdem dazu, dass wir den Geschmack der Speisen weniger wahrnehmen, also weniger genießen.

Tipp: Es lohnt sich daher, auf gesundheitsfördernde Rituale zu setzen – beispielsweise Mahlzeiten nur am Esstisch einzunehmen und dabei auf eine ruhige und harmonische Atmosphäre zu achten, sprich den Fernseher besser aus zu lassen.

 

Rituale zum Krafttanken

Verschiedene Studien belegen, dass sich Routinen und tägliche Gewohnheiten positiv auf die Gesundheit von Kindern auswirken. Ein beliebtes Ritual ist zum Beispiel, mit einem Spruch, Lied oder Tischgebet die Mahlzeit zu beginnen. Auch schön: Jeder bekommt sein eigenes Tischset und seine Lieblingstasse. Wie wäre es mit einer gemütlichen Tasse Tee, wenn sich die Familie frühabends wieder trifft?

Rituale als Ruhepole im Alltag lassen uns zur Ruhe kommen und helfen beim Entspannen. Das kann zum Beispiel eine Kerze auf dem Esstisch oder ein Schlummertrunk vor dem Schlafengehen sein.

 




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