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Stevia – besser als Zucker?

Eine südamerikanische Blattpflanze erobert europäische Supermärkte mit ihrer natürlichen Süße. Seit kurzem sind bestimmte Extrakte der Süßpflanze Stevia in der EU offiziell als Nahrungszusatz zugelassen.


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Marion Ringhoff

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
9. Januar 2012
Bild: (c) sigrid rossmann / pixelio.de

Nun auch bei uns

In Paraguay und Brasilien wird der Blattextrakt seit Jahrhunderten genutzt. Seit einigen Jahren boomt die Verwendung von Stevia in Nordamerika und Asien zur Süßung von Schokolade, Milchspeisen, Colagetränken und Kaugummi.

Stevia, auch Honigblatt genannt, stammt aus der Familie der Korbblütengewächse. Die Hauptbestandteile der Steviablätter sind Steviosid, Rebaudiosid A und Rebaudiosid C und Dulcosid A. Steviosid hat ursprünglich einen etwas bitteren Beigeschmack, welcher durch Enzym-Veredelung zu reiner Süße umgewandelt wird. Rebaudiosid schmeckt von Natur aus angenehm süß.

 

Die Hauptvorteile

  • Stevia hat keine Kalorien und bietet daher neue Möglichkeiten, Süßgelüsten ohne spätere Reue nachzukommen.
  • Es verursacht keinen Karies. Im Gegenteil, das enthaltene Steviosid hemmt sogar die Plaquebildung und schützt damit den Zahnschmelz.
  • Während gewöhnlicher Haushaltszucker den Blutzuckerspiegel in starke Schwankungen versetzt, erhält Stevia ihn konstant. Ebenso ist Stevia bei Personen, die auf verschiedene Zuckerarten empfindlich reagieren, gut verträglich und bietet damit eine Alternative für Menschen mit Allergien. Es soll außerdem blutdrucksenkende Eigenschaften besitzen.
  • Die Süßkraft wird auf das Zweihundertfünfzig- bis Dreihundertfache von Zucker kalkuliert. Eine ungewöhnlich sparsame Verwendung reicht aus, um den gewünschten Süßgeschmack zu erhalten.

 

Vorsichtige Dosierung

In manchen Backrezepten sind große Mengen Zucker angegeben; möchten Sie stattdessen mit Stevia süßen, müssen Sie diese Zuckermasse dann durch andere Zutaten ersetzen. Hier ist Ihre Experimentierfreude gefragt.




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