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Das Salz in der Suppe

Jede Suppe braucht ihre Prise Salz. Viele Redewendungen und Sprichwörter greifen die Bedeutung von Salz auf und zeigen, dass es um weit mehr als nur ein Gewürz geht.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
8. Juli 2013
Bild: (c) yatomo / clipdealer.com

Bedeutung und Verwendung

Das Sprichwort, "das Salz in der Suppe" zu sein, wird immer dann verwendet, wenn etwas besonders Wichtiges beschrieben wird. Das "Salz" macht die Sache erst vollständig oder interessant. Es ist wichtiger Bestandteil des Ganzen. Ohne diese Zutat wäre eine Sache folglich weniger attraktiv oder nicht funktional.

 

Suppe und Salz

Früher gehörten Suppen und Eintöpfe zu den Hauptnahrungsquellen der ärmeren Bevölkerung. Die dafür nötigen Zutaten waren meist verfügbar und kostengünstig. Und schon damals wussten die Menschen, dass Salz dieses einfache Gericht aufwertete. Jedoch gab es auch Zeiten, in denen Salz ein sehr teures Gut war. Ab dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein trug es daher auch den Beinamen "weißes Gold".

Salz ist also nicht irgendein Gewürz, sondern ein besonders kostbares. Und da die Suppe zur täglichen Ernährung gehörte und das Salz besonders früher etwas Wertvolles war, sind Sprichwörter rund um die Begriffe Salz und Suppe entstanden. Auch ein Märchen behandelt die Bedeutsamkeit von Salz: Ein König, für den zunächst Gold und Edelsteine zu den höchsten Gütern zählten, erkennt die Bedeutung von Salz erst, als keines mehr verfügbar ist. Später lernt er es dann umso mehr zu schätzen.

Auch aus ernährungsphysiologischer Sicht hat Speisesalz eine lebenswichtige Funktion für den Wasserhaushalt, das Nervensystem, den Knochenaufbau und das Verdauungssystem.

 

Noch mehr Salz und Suppe

Es gibt viele Redewendungen, die Bezug auf Salz und Suppe nehmen: "Jemandem die Suppe versalzen" bedeutet sprichwörtlich, jemandem etwas zu verderben, madig zu machen oder seine Pläne zu durchkreuzen. Wenn jemand einer anderen Person "das Salz in der Suppe nicht gönnt", steht das sinnbildlich für Neid oder Missgunst.




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