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Macarons: Verführerisches Kleingebäck

Macarons heißen die kleinen französischen Gebäckstücke, die in unzähligen Geschmacks- und Farbvarianten daher kommen.


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Stefanie Maurer

Diplom-Ökotrophologin FH (Ernährungs­wissenschaftlerin)
11. März 2013
Bild: (c) Discovod / clipdealer.com

Von Arabien über Italien nach Frankreich

Macarons sind heute vor allem der Stolz der französischen Patisserie. Angenommen wird jedoch, dass ihr Ursprung in Arabien und Italien liegt. Bereits im Jahre 827 soll es in Arabien Süßigkeiten auf Nussbasis, gefüllt mit Mandelcreme, gegeben haben. Diese fielen unter den Sammelbegriff maccarruni, welcher soviel wie "Gebäck aus gemahlenem Getreide" bedeutete.

Aus dieser Bezeichnung entlehnten die Italiener maccheroni, woraus schließlich die heutige Betitelung macaron wurde. Im Jahr 1533 soll die Italienerin Caterina de Medici das Mandelgebäck anlässlich ihrer Hochzeit mit dem Herzog von Orleans mit nach Frankreich gebracht haben. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Macarons zur kulinarischen Tradition am französischen Hofe und gehörten auch bald zur Gebäckspezialität dortiger Klöster.

 

Vom einfachen Gebäck zum Stolz der Patisserie

Waren die ersten Macarons noch einfache Kekse, bestehend aus Mandelmehl, Eiweiß und Zucker, so wurden ab dem 18. Jahrhundert Konfitüre oder Creme hineingebacken.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es im Pariser Hause Maison Ladurée erstmalig zur Kreation des Macaron mit doppelter Schale. Noch heute zählt das Maison zu den großen und bekannten Herstellern der beliebten Gebäckstücke. Später verfeinerte der Konditorschüler Pierre Hermé die Rezeptur. Indem er zuerst Sirup kochte und dann Eischnee und rohes Eiweiß hinzurührte, wurde die Schale der Macarons viel stabiler.

Heute zählt die süße Spezialität zum beliebtesten Kleingebäck Frankreichs und geht jährlich viele Millionen mal über die Ladentheke. Traditionell präsentieren sich Macarons in Himbeer-, Zitronen- oder Schokoladengeschmack. Es gibt jedoch auch exotische Variationen mit doppelten Aromen, z.B. Himbeer-Mango, Macarons mit Trüffel oder solche mit salzigem Geschmack.




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