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Jamaikanische Speisekarte – multikulti & exotisch

Die Bevölkerung Jamaikas stammt von Ureinwohnern, europäischen Kolonisten, afrikanischen Sklaven und späteren Einwanderern ab, darunter Chinesen, Inder und Araber. Dementsprechend abwechslungsreich liest sich die jamaikanische Speisekarte.


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
3. September 2012
Bild: (c) Lothar Henke / pixelio.de

Ungewöhnlich (und) schmackhaft

Exotische Zutaten sorgen für besondere Aromen, wie zum Beispiel die stacheligen, stärkehaltigen Brotfrüchte, die nur gekocht genießbar sind. Oder Callaloo, das spinatähnliche Gemüse, das wie Grünkohl zubereitet wird. Cho-Chos heißen die birnenförmigen, hellgrünen, aromatischen Kürbisfrüchte. Die knollenförmigen Yamswurzeln mit hohem Kalium-, Vitamin-A- und -C-Gehalt werden gerne gegrillt verzehrt. Ob Mangos, Papaya, Karambolen, Tamarinden, Karibische Limonen, Kochbananen oder Kokosnüsse – der Garten Eden ist in Jamaika besonders reich bestückt.

 

Frühstück à la Antillen

Das typische, jamaikanische Frühstück fällt besonders herzhaft aus. Beliebt ist Saltfish and Akee, das Nationalgericht Jamaikas. Es besteht aus knusprig gebratenem Speck, Schalotten, Zwiebeln, Chilis, Tomaten, Stockfisch und Akees. Zum traditionellen, morgendlichen Inselimbiss gibt es klassischerweise Kochbananenchips und Johnny Cakes, das sind frittierte Weizenmehl-Bällchen.

Nicht umsonst heißen die hellroten Akeefrüchte des Seifenbaumes auch "Frucht des Teufels": Solange sie nicht die volle Reife erlangt haben, sind sie giftig! Erst wenn sie sich von selbst öffnen und das hellgelbe Fruchtfleisch mit den großen, schwarzen Kernen herausquillt, sind sie genießbar. Gekocht erinnern sie an Rühreier, doch der Geschmack ist cremig-zart und avocadoartig.

 

Tropische Getränkekarte

Wer eine kleine Aufmunterung braucht, gießt sich eine Tasse Blue-Mountain-Kaffee ein. Die Kaffeesorte Blue Mountain zählt zu den besten und teuersten Sorten. Ihr Name rührt daher, dass das jamaikanische Anbaugebiet häufig in einen bläulichen Nebel gehüllt ist. Das Aroma wird als vorzüglich gerühmt, wie vom "Champagner des Kaffees" nicht anders zu erwarten ist.

Weltberühmt ist Jamaika für seinen Rum und seinen Kaffeelikör Tia Maria, der aus jamaikanischem Rum, Blue Mountain Kaffee und Vanille besteht. Tia Maria bedeutet so viel wie Tante Maria. Namenspate für die Spezialität mit 300 Jahre alter Tradition war der Legende nach zu Kolonialzeiten eine Zofe namens Maria.

Als Durstlöscher stehen Limonaden, Kokoswasser und köstliche, exotische Fruchtsäfte zur Verfügung – wie wäre es mit einem Fruchtpunsch aus Guavennektar, Orangen- und Ananassaft, einem Spritzer Limettensaft sowie Mango- und Papayastückchen?




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