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Tolle Knolle, die Kartoffel!

Anfangs wegen ihrer Blüte geschätzt, heute als kalorienarmer Sattmacher geliebt: Kartoffeln sind das viertwichtigste Grundnahrungsmittel der Welt.


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Birgit Henrich

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
26. März 2012
Bild: (c) Katharina Bregulla / pixelio.de

Vom Ziergarten in den Kochtopf

Wegen ihrer schönen Blüte war die aus Südamerika stammende Kartoffel hierzulande noch bis ins 18. Jahrhundert hinein eher in Gärten als in Kochtöpfen zu finden. Erst Friedrich der Große erkannte ihren Wert als Lebensmittel und machte den Verzehr populär.

 

Reife und Kochverhalten entscheidend

Die vielen Kartoffelsorten können nach Reifezeit oder Kocheigenschaft unterschieden werden. So teilt man die gelbe Knolle abhängig von Wachstumsdauer und Erntezeitpunkt in sehr frühe bis späte Sorten ein. Frühkartoffeln gelten als Delikatesse und können mit der zarten Schale genossen werden. Sie sollten jedoch schnell verarbeitet werden, da sie nicht gut gelagert werden können. Mittelspäte und späte Sorten sind hingegen ideal für die Vorratshaltung.

Abhängig vom Stärkeanteil unterscheidet man festkochende, vorwiegend festkochende und mehligkochende Kartoffeln. Da festkochende Kartoffeln selbst nach dem Garen ihre Struktur behalten, eignen sie sich gut für Salate, Bratkartoffeln oder Gratins. Mehligkochende werden beim Kochen weich. Daher sind sie optimal für alle cremigen Kartoffelspeisen, wie Püree, Suppe und Klöße. Vorwiegend festkochende passen gut als Beilage.

 

Kalorienarme Sattmacher

Aufgrund des hohen Wasseranteils von knapp 80 Prozent ist die Kartoffel kalorienarm. Die enthaltene Stärke sorgt für Energie und die essentiellen Aminosäuren machen das Kartoffeleiweiß so hochwertig. Die Kartoffel enthält außerdem recht viel Kalium und wenig Natrium. Darum wird sie gerne in der kalorienbewussten Ernährung verwendet. Auch Vitamin C und einige B-Vitamine sind in der Kartoffel enthalten. Doch Vorsicht: Durch langes Kochen können Nährstoffe verloren gehen.

Tipp: Um möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe der Kartoffel zu erhalten, ist es am besten, die ungeschälte Kartoffel für eine möglichst kurze Zeit in wenig Wasser zu garen.




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