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Bodenständig und schmackhaft – die Küche Portugals

Die Stadt Guimarães im Norden Portugals trägt 2012 den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt. Dies ist einer von vielen Gründen, sich der portugiesischen Küche einmal näher zu widmen. Sie ist von langer Tradition geprägt, in der Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte kreativ kombiniert werden.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
2. Januar 2012
Bild: (c) 3quarks / clipdealer.com

Eigenständige Küche

Vor allem in den ländlichen Regionen ist die portugiesische Küche heute von schmackhafter und bodenständiger Hausmannskost geprägt. Durch die geographische Lage am Atlantik und der langen Grenze zu Spanien ist das Land zwar ein wenig von spanischen Einflüssen und weltweiten Handelspartnern geprägt; dennoch hat sich Portugal stets seine Eigenständigkeit in der Lebensmittelzubereitung bewahrt. Frische und regionale Lebensmittel werden dabei bevorzugt. Auch wenn das die Auswahl begrenzt, zeichnet sich Portugals Küche durch kreative Kombinationen von grundsätzlich wenigen Zutaten aus.

 

Nationalgerichte Portugals

Es ist wohl wenig verwunderlich, dass gerade Fisch Portugals Nationalgericht bildet. Luftgetrockneter und stark gesalzener Kabeljau (Bacalhau) ist in der portugiesischen Küche so beliebt, dass es mehr Zubereitungsarten gibt, als das Jahr Tage hat. Die Beliebtheit dieses Fisches führt zurück zu den Seefahrerzeiten. Denn die Menschen waren während ihrer langen Reise auf Lebensmittel mit entsprechender Haltbarkeit angewiesen. Auch gegrillte oder in Olivenöl eingelegte Sardinen finden sich in nahezu jeder Region Portugals auf der Speisekarte. In Portugal haben auch Suppen und Eintöpfe eine große Bedeutung. Fast jedes Essen beginnt als Vorspeise mit einer Suppe, die leicht oder aber sehr deftig sein kann.

 

Fleisch zum Hauptgang

Neben Gerichten mit Rindfleisch, wird auch Ziegen- oder Lammfleisch aus heimischer Zucht gerne gegessen. Auch eine Kombination aus Muscheln und Schweinefleisch ist beliebt. Darüber hinaus erfreut sich die portugiesische Küche besonders in den ländlichen Regionen mit großer Beliebtheit an Gerichten mit Innereien. Rezepte für Innereien wurden ebenfalls zu den Seefahrerzeiten entwickelt. Während nur die besten Fleischstücke zur See mitgenommen wurden, lernte die Bevölkerung mit dem übrigen Fleisch und den Innereien zu kochen. Grobe, würzige und geräucherte Schweinewürste zählen ebenfalls zu den Spezialitäten des Landes.

 

Für Naschkatzen

Süßspeisen aus Portugal werden hauptsächlich auf der Basis von Eigelb und Zucker hergestellt. Pastéis de Nata (Puddingtörtchen) zählen zu den wohl bekanntesten Süßspeisen, die auch gerne schon zum Frühstück gegessen werden. Daneben gibt es zahlreiche Rezepte für süßen Reis, Cremes und Pudding, die häufig zum Füllen von Gebäck verwendet werden.




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