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Kichererbsen – wahre "Power-Kugeln"

Diese Hülsenfrüchte sind unter anderem die Basis für das arabische Gericht "Falafel", welches eine schmackhafte, vegetarische Alternative zu Kebab darstellt.


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Manuela Bier

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
8. August 2011
Bild: (c) cameraobscura / pixelio.de

Herkunft

Die Kichererbse gehört zu den Hülsenfrüchten. In den Hülsen, die am Strauch wachsen, befinden sich die Erbsen. Sie sind die Samen des Kichererbsenstrauchs. Diese Pflanze kennt man schon seit fast 10.000 Jahren. Kichererbsen stammen aus Vorder- bzw. Südwestasien. Dort wurden sie bereits um 7000 v. Chr. gegessen. Hauptanbaugebiete sind heute die Türkei, Nordafrika, Mexiko, Indien, Pakistan sowie Spanien.

In Mexiko und Indien sind sie auch heute ein wichtiges Grundnahrungsmittel. In der Küche finden besonders zwei Sorten Anwendung: die kleinen, runzeligen Samen aus Indien und die größeren rundlichen, beige-gelben Samen aus dem Mittelmeerraum, die in Europa bekannter und verbreiteter sind.

 

Was steckt drin?

Kichererbsen liefern viel pflanzliches Eiweiß (20 Prozent). Sie bestehen zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten und etwa zu 12 Prozent aus Ballaststoffen. Der Mineralstoffgehalt an Magnesium, Eisen und Zink ist hoch. Zudem enthalten Kichererbsen relativ viel Lysin (essentielle Aminosäure), Folsäure, Vitamin B1 und B6. Sie sind demnach echte kleine "Power-Kugeln"!

 

Tipps für die Zubereitung

Getrocknete Kichererbsen müssen zunächst mindestens 12 Stunden eingeweicht werden. Das Wasser wird anschließend zum Kochen durch frisches ersetzt und die eingeweichten Erbsen gründlich abgespült. Die spontane Zubereitung ist aufgrund der langen Einweichzeit nicht möglich. Eine Alternative stellen Kichererbsen im Glas oder in der Dose dar.

Besonders in orientalischen Gerichten, wie Falafel und Humus, wird die Kichererbse verwendet. Sehr gut harmoniert die Kichererbse mit Auberginen, Tomaten, Koriander, Ingwer, Kreuzkümmel und Kurkuma. Kichererbsen sind wahre Multitalente in der Küche, ob als Beilage, sommerlicher Salat, Eintopf oder als Highlight in vegetarischen Gerichten.




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