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Frankfurter Grüne Sauce – Sieben auf einen Streich

Mit dem Gründonnerstag wird die Saison für Frankfurts Traditionsgericht eingeläutet. Doch worin besteht das Geheimnis der echten Grünen Sauce?


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. April 2011
Bild: (c) maren.wischnewski / clipdealer.com

Es grünt so grün

Sieben Kräuter gehören in die Original Frankfurter Sauce hinein: Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpinelle, Kerbel, Kresse, Borretsch und Petersilie sorgen für den feinen, kräuterfrischen Geschmack und für den farbenfrohen Anblick. Wer Kräuter für den Klassiker kauft, bekommt sie typischerweise in einem länglichen Päckchen überreicht.

Wichtig: Die Kräuter fein wiegen, nicht mixen, damit das feine Aroma der Kräuter erhalten bleibt. Anschließend kommen dicke Saure Sahne oder Schmand hinzu. Kalorienbewusste strecken die Sauce mit Joghurt oder Quark, andere lieben den cremigen Geschmack von Mayonnaise oder setzen auf einen ausgeklügelten Mix aus Milchprodukten und/oder Mayonnaise.

Hartgekochte, gehackte Eier zählen zu den weiteren Bestandteilen der beliebten Kräutersauce. Senf, Essig oder Zitronensaft, Zucker, Salz und Pfeffer nach Geschmack runden den Frankfurter Bestseller ab.

Tipp: Nach dem Zubereiten eine Weile ziehen lassen – so kann sich das Aroma voll entfalten.

 

Beliebte Beilagen

Grüne Sauce schmeckt zu Pellkartoffeln – besonders lecker von Kartoffeln aus neuer Ernte, Bratkartoffeln, gekochtem Fleisch wie Tafelspitz, aber auch zu klassischer Lammkeule oder Fisch ist sie eine schöne Ergänzung. Ausgesprochen fein: Grüne Sauce als Begleiter zu Spargel.

 

Hugenotten, Italiener oder Goethe?

Woher stammt die Grüne Sauce? Quellen deuten auf Hugenotten hin, die ihre "Sauce verte" aus Frankreich nach Kurhessen mitbrachten. Auch das italienische Handelshaus Bolongaro, das ab 1733 in Frankfurt agierte, kommt als Importeur der "Salsa verde" in Betracht.

Zu schön, um wahr zu sein: Goethes Mutter hat die Sauce leider nicht erfunden.




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