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Löwenzahn – so viel besser als sein Ruf!

Bei den meisten Gartenbesitzern hat der Löwenzahn einen schweren Stand. Dabei ist er so vielfältig in der Küche einsetzbar und dazu auch noch gesund.


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Hanna Ritter

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. April 2011
Bild: (c) Instinktknipser / pixelio.de

Vitamine aus dem Garten

Löwenzahn finden Sie nicht im Gemüseregal oder auf dem Wochenmarkt, sondern im Garten und auf der Wiese. Wenn Sie Löwenzahn sammeln, ist es wichtig, auf den Standort zu achten. Die Pflanzen sollten nicht am Wegesrand gesammelt werden, da sich dort Abgase ablagern. Bei bewirtschafteten Wiesen ist davon auszugehen, dass sie Düngemitteln ausgesetzt sind.

Die sicherste Quelle ist daher der eigene Garten. Die Pflanze ist an ihren gezahnten Blättern leicht zu erkennen, die auch für den Namen verantwortlich sind. Die typisch gelben Blüten sind auf der Wiese gut sichtbare Farbtupfer.

 

Kulinarische Vielfalt

Vom Löwenzahn können sowohl die Blätter und Blüten als auch die Wurzeln verwendet werden. Auch die Zubereitungsformen sind vielfältig: Von Tee über Salat bis Blütenhonig reicht das Zubereitungsspektrum.

  • Für Tee werden getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergossen und für einige Minuten ziehen gelassen.
  • Löwenzahnblätter im Salat geben eine herzhafte Note, die von den enthaltenen Bitterstoffen hervorgerufen werden.
  • Die Blätter können auch als Gemüse zu verschiedenen Speisen gereicht werden. In einem Omelette versteckt sorgen sie für die nötige Würze.
  • Als Suppe verarbeitet bereichert Löwenzahn die leichte Frühjahrsküche.
  • Wer Gefallen an dem Geschmack gefunden hat, kann die Blätter, kombiniert mit Sonnenblumenkernen, zu einem Pesto verarbeiten.
  • Aus der Wurzel lässt sich ein koffeinfreier, gut bekömmlicher Kaffee-Ersatz herstellen.
  • Die Blüten sind ohne Frage eine Zier für jeden Salat. Probieren Sie doch auch einmal einen honigartigen Brotaufstrich aus Löwenzahnblüten.

 

Inhalt und Ernte

Löwenzahn ist ein wertvoller Vitamin- und Mineralstofflieferant. Besonders auffallend ist der Gehalt an den Vitaminen A, C und K. Als pflanzlicher Eisen-Spender wird er nicht nur in der vegetarischen Küche geschätzt.

Haben Sie Löwenzahn im Garten, greifen Sie zu einer List, damit die Blätter nicht bitter werden: Umgedrehte Blumentöpfe über den Pflanzen erhalten zartgelbe Löwenzahnblätter, die milder im Geschmack sind. Da die Bitterstoffe im Jahresverlauf zunehmen, sollten die Blätter möglichst im Frühling geerntet werden. Die Wurzel hingegen erntet man idealerweise im Herbst.

Am Rande betrachtet: Dieses von Gartenliebhabern gern bekämpfte Unkraut zierte übrigens lange Zeit die Rückseite des 500-DM-Scheins.




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