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Kaiserschmarrn – Leckerei mit Geschichte

Er gelingt immer, da hier keine besonderen Kochkünste vonnöten sind. Im Gegenteil: Ein Missgeschick führte dazu, dass diese Mehlspeise nun in aller Munde ist.


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Marion Ringhoff

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
16. Mai 2011
Bild: (c) Marion Schwarzenbeck / pixelio.de

Historische Panne

Es wird erzählt, dass Palatschinken, also dünne Pfannkuchen, des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. Leibspeise zum Nachtisch war. Einmal hatte der Hofkoch einen schlechten Tag: Der Teig war zu dick geraten und dann riss dieser noch dazu in Stücke. Mit dem Kommentar, "So ein Schmarrn!", lehnte der Kaiser den vermeintlich missratenen Pfannkuchen ab.

Der Begriff "Schmarrn" kommt aus dem Oberdeutschen und bedeutet "Geschmier" und im übertragenen Sinne soviel wie "Unsinn". Seit diesem Vorfall wird diese Süßspeise als Kaiserschmarrn bezeichnet und hat sich auch über die Alpenregionen hinaus weit verbreitet.

 

Rezeptvorschlag

Kaiserschmarrn gibt es in zahllosen Varianten. Für einen klassischen Kaiserschmarrn brauchen Sie folgende Zutaten:

  • 30 Gramm Rosinen
  • zwei Esslöffel Rum
  • vier Eier (getrennt)
  • 25 Gramm Zucker
  • ein Päckchen Vanillinzucker
  • 350 ml Milch
  • 150 Gramm Mehl
  • Sonnenblumenöl
  • Puderzucker

 

Zubereitung

Die Rosinen 30 Minuten lang in Rum einweichen. Dann Eigelb, Zucker, Salz und Vanillinzucker in einer Schüssel mit dem Rührgerät zu einem cremigen Teig rühren. Das Mehl und die Milch nach und nach unterrühren, dann die Rosinen zugeben. Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, jeweils eine Kelle von dem Teig einfüllen, bei mittlerer Hitze braten und dabei mit zwei Gabeln zerreißen. Solange wenden, bis der Schmarrn goldbraun gebacken ist. Mit Puderzucker bestreuen.




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