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Der Wok – ein Allroundtalent in der Küche

Bekannt als Pfanne aus der asiatischen Küche, ist der Wok mittlerweile in Küchen auf der ganzen Welt ein beliebtes Universalkochgerät. Die vielfältigen und schonenden Garmethoden machen das Kochen im Wok zu einem wahren Geschmackserlebnis.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
15. November 2010
Bild: (c) Rotus / pixelio.de

Die Idee

Erfunden wurde der Wok vor etwa 3000 Jahren in China: Da Brennmaterial damals sehr knapp war, wurde nach einer Methode gesucht, mit der das Gargut schnell und möglichst ohne Wärmeverluste zubereitet werden konnte. Die halbrunde Pfanne aus Eisen erfüllte diese Anforderungen und sorgte zudem für eine sehr effiziente und gleichmäßige Hitzeverteilung über die gesamte Fläche. Somit war ein Garen von Gemüse, Fleisch und Fisch in sehr kurzer Zeit möglich. – Hinzu kam die Erkenntnis, dass klein geschnittene Lebensmittel schneller garen als große Stücke. Die Idee vom Wok war geboren!

 

Anpassung an westliche Länder

Während in China der Wok ganz traditionell über einer offenen Feuerstelle verwendet wird, ist in westlichen Regionen das Garen mit dem Wok auch auf dem Elektroherd möglich. Dafür ist die Unterseite der Pfanne abgeflacht und auf die Bedingungen einer Kochplatte angepasst.

 

Pfannenrühren

Der chinesische Begriff "chao" wird im Deutschen mit "Pfannenrühren" übersetzt und ist die beliebteste aller Garmethoden im Wok. Durch das ständige Umrühren mit der sogenannten "Wokschaufel" werden die Lebensmittel gleichmäßig erhitzt und ein Anbrennen wird vermieden. Diese Garmethode ermöglicht einen sparsamen Gebrauch von Öl und gewährt den Erhalt von Nährstoffen im Gemüse. Durch das Ausbilden von Röstaromen entwickelt sich ein einzigartiger Geschmack. Die Vorbereitung für ein pfannengerührtes Gericht ist dabei aufwändiger als das Kochen selbst, da alle Zutaten zunächst kleingeschnitten werden.

 

Der Zubereitungsart sind keine Grenzen gesetzt

Durch den Einsatz eines Dampfkörbchens aus Bambus lassen sich im Wok verschiedene Fischsorten oder Gemüse schonend dampfgaren. Auch zum Schmoren eignet sich ein Wok. Das Fleisch wird zunächst scharf angebraten und gart mit geschlossenem Deckel weiter. Das Frittieren kleiner Köstlichkeiten, außen goldgelb und knusprig und innen zart gegart, gehört ebenso zum Kochen mit dem Wok.

In der traditionellen vietnamesischen Küche wird eine sprudelnd heiße Nudelsuppe mit Gemüse im Wok gekocht und als stärkende Grundlage für den Tag bereits zum Frühstück gereicht. Genauso beliebt sind sehr reichhaltige Suppen mit Fleischeinlage oder mit Kokosmilch verfeinert. Gebratener Reis oder gebratene Nudeln, kombiniert mit Fleisch und Gemüse, sind besonders in der europäischen Küche zu einem beliebten Gericht aus dem Wok geworden.




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