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Sanddorn – wiederentdeckter Vitamincocktail

Sanddorn war lange Zeit in Vergessenheit geraten. Doch aufgrund der Vielfalt an wertvollen Inhaltsstoffen und des einzigartigen Geschmacks ist Sanddorn heute wieder in vielen Küchen zu finden.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
27. September 2010
Bild: (c) Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

Kultivierung

Die ursprüngliche Heimat des Sanddorns ist Nepal. Heutzutage ist er hauptsächlich in Ost- und Westchina verbreitet. In Deutschland kommt der Sanddornstrauch in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen natürlich vor; eine Unterform ist auch in den Dünen der Küstenregionen zu finden.

Sanddorn ist ein sommergüner, ein bis fünf Meter hoher Strauch mit schmalen, länglichen Blättern. Die gelb-orangefarbenen Beeren sind in der Zeit von Anfang August bis Ende Oktober erntereif.

 

Wertvolle Inhaltsstoffe

Sanddorn zählt zu den Vitamin C-reichsten Obstsorten und übertrifft sogar Hagebutten, Johannisbeeren und alle Zitrusfrüchte. Außerdem enthält er viel Vitamin A und E sowie diverse B-Vitamine. Die Früchte sind darüber hinaus reich an den Mineralstoffen Mangan, Kupfer und Magnesium.

Durch diesen gesundheitlichen Mehrwert stärkt der Sanddorn das menschliche Immunsystem, beugt Erkältungskrankheiten vor, fördert die Wundheilung und hilft bei Erschöpfungszuständen und Appetitlosigkeit. Drei Esslöffel Sanddornsaft decken schon den täglichen Vitamin C-Bedarf eines Erwachsenen.

 

Geschmack und Verwendung

Durch den hohen Vitamin C-Gehalt sind die Beeren in erster Linie sehr sauer. Hinzu kommt ein herbes, fruchtiges Aroma, welches ein wenig an Mandarinen oder Orangen erinnert.

Als Grundlage zur Weiterverarbeitung wird aus den gelb-orangefarbenen Früchten des Sanddornstrauches zunächst ein Vollfruchtsaft hergestellt. Dafür werden alle Bestandteile der Frucht (Schale, Fruchtfleisch und Kerne) sehr schonend vermahlen und anschließend sofort in Flaschen abgefüllt.

Das Angebot reicht von reinem Sanddornsaft, über gesüßten oder sehr milden Saft, bis hin zu Mischgetränken wie Apfel- oder Möhren-Sanddornsaft. Sanddorn-Sirup eignet sich zum Süßen von Tee oder zum Verfeinern von Milchspeisen und Desserts.

Ein bis zwei Esslöffel Sanddornsaft in Mineralwasser gelöst ergeben ein vitaminreiches und geschmackvolles Erfrischungsgetränk. Weitere Gaumenfreuden sind Gelees oder Marmeladen aus Sanddorn, genauso wie Likör und Obstwein.




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