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Rucola – Blattsalat auf Italienisch

Rucola scheint auf den ersten Blick eine neue Salatart zu sein, doch bei genauerem Hinsehen handelt es sich um ein altbekanntes Gemüse.


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Hanna Ritter

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
21. Juni 2010
Bild: (c) w.r.wagner / pixelio.de

Römische Wurzeln

Im Altertum war Rucola schon bei den Römern bekannt. Auch in Europa kennt man das Gemüse bereits seit dem Mittelalter. Lange Zeit war es in Vergessenheit geraten, doch über Italien gelangte das Trendgemüse wieder auf deutsche Tische. Sein zeitweiliges Schattendasein lässt sich vermutlich mit dem recht bitteren Geschmack begründen.

Der deutsche Name lautet übrigens Rauke oder Salatrauke. Es wird zwischen der Salatrauke, die einjährig ist, und der Wilden Rauke, die zu den mehrjährigen Pflanzen gehört, unterschieden. Die Wilde Rauke ist im Geschmack deutlich schärfer.

 

Lagerung und Verarbeitung

Die jungen Blätter mit einem nussigen, an Kresse erinnernden Geschmack sollten nach der Ernte möglichst rasch verbraucht werden. Rucola kann – in feuchtes Küchenkrepp eingeschlagen – bis maximal drei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Danach kommt es zu Qualitätsverlusten.

Besonders beliebt ist die Beigabe von Rucola-Blättern zu anderen, im Geschmack milderen Salatsorten. Eine sehr schmackhafte Kombination ist auch eine Salatzubereitung aus Rucola und Kirschtomaten, gekrönt von Parmesan. Rucola kann sowohl roh als auch gegart genossen werden, jedoch sollte die rohe Variante im Hinblick auf die Inhaltsstoffe bevorzugt werden.

 

Wertvoller Inhalt

Beim Blick auf die Inhaltsstoffe fällt besonders der überdurchschnittlich hohe Folsäuregehalt sowie der Gehalt an Vitamin A und Vitamin C auf. Aus den Reihen der Mineralstoffe sind reichlich Calcium, Eisen und Magnesium enthalten. Als Vertreter der sekundären Pflanzenstoffe fallen besonders die Glukosinolate auf, die auch für den typischen Geschmack verantwortlich sind.




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