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Kleine Kulturgeschichte des Zuckers

Als Zucker noch kein industriell hergestelltes Produkt war, wurde er bisweilen mit Gold aufgewogen. Heute ist Zucker ständig und günstig verfügbar. Ein maßvoller Umgang mit Zucker ist darum "Gold wert" für die eigene Gesundheit.


Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
25. Januar 2016
Bild: (c) carolecastelli / clipdealer.com

Kreuzfahrer brachten die weiße Süße

Um 1100 n. Chr. brachten die Kreuzfahrer nennenswerte Mengen Zucker von ihren Fahrten mit nach Mittel- und Westeuropa. Die ersten richtigen Zuckerrohrplantagen wurden jedoch in arabischen Ländern angelegt – die Pflanzen dafür stammten ursprünglich aus der Südsee.

Im 13. Jahrhundert boten Apotheken auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik erstmals Zucker an: als Mittel gegen Blähungen, Verstopfungen oder Koliken. Zucker avancierte zum Luxusprodukt der adeligen Oberschicht.

Durch Kolumbus wurde Zucker dann einer breiteren Masse zugängig. Er schiffte Setzlinge von Zuckerrohr auf karibische Inseln. Hier wurde die Pflanze dann von afrikanischen Sklaven auf Plantagen angebaut, das Zuckerrohr wurde nach Europa gebracht und in den Siedereien dortiger Häfen raffiniert. Zucker war jedoch immer noch ein Luxusgut.

 

Zucker aus Rüben – für alle

1747 entdeckte ein findiger Chemiker (Sigismund Markgraf), dass sich aus dem Saft der gewöhnlichen Runkelrübe Zucker gewinnen ließ. 1801 wurde in Niederschlesien die erste Fabrik errichtet, in der Zucker aus Rüben in großem Stil gewonnen wurde. Im Laufe der Zeit wurden Rüben auf einen immer höheren Zuckergehalt gezüchtet. Mittlerweile stammen ca. 90 Prozent des in Europa konsumierten weißen Raffinadezuckers aus heimischen Zuckerrüben.

 

In Maßen

Der Mensch ist von Natur aus auf Süßes "programmiert". Schon die Muttermilch hat einen leicht süßlichen Geschmack. Für den Urmenschen galt: Süße Lebensmittel sind selten, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht giftig und versprechen schnelle Energie.

Heute versteckt sich Zucker in zahlreichen industriell hergestellten Produkten (oft unter Namen wie Glukose- oder Fruktose-Sirup oder Maltodextrin). Auch hinter dem Begriff Süßmolkepulver verbirgt sich eine Zutat mit hohem Zuckergehalt. Wer Zucker reduzieren will, sollte dies beim Studium der Zutatenliste beachten.




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