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Essen als Balanceakt

Die meisten haben sich im China-Restaurant schon einmal in der Kunst des Essens mit Stäbchen versucht. Wie kam es dazu, dass sich in vielen Ländern Asiens diese Besteckform durchsetzte?


Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
19. Mai 2014
Bild: (c) smilingworld / clipdealer.com

Definition

Per Definition sind Essstäbchen zwei Hölzer gleicher Länge, die in China, Japan, Korea, Vietnam und – wenigstens teilweise – auch in Thailand zum Essen verwendet werden. Die einfachste Variante wird aus Holz hergestellt. Es gibt auch Exemplare aus lackiertem Bambus, mit oder ohne Farbe. Die edleren Essstäbchen werden aus Jade, Elfenbein oder auch Gold gefertigt.

In den asiatischen Ländern kommt das Essen so zerkleinert auf den Tisch, dass ein Messer überflüssig ist. Der Grund: Im Altertum waren Brennstoffe knapp; daher war man darum bemüht, die Garzeiten möglichst kurz zu halten.

 

Geschichte

Essstäbchen haben in China eine lange Tradition. Entsprechend gibt es Grabfunde aus dem 2. Jahrtausend vor Christus, die beweisen, dass dieses Besteck schon damals verwendet wurde. Im 7. Jahrhundert nach Christus traten die Stäbchen im Gepäck buddhistischer Mönche und Missionare ihren "Siegeszug" in die Nachbarländer an.

Nach einer Sage war der "Erfinder" der Stäbchen ein junger Mann, der vor 3.500 bis 4.000 Jahren lebte und bei der Flussregulierung arbeitete. Damit er das noch heiße Fleisch möglichst schnell essen konnte, bediente er sich zwei dünner Zweige.

 

Und so geht´s ...

  • Eines der Stäbchen wird zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt und auf den Mittel- oder Ringfinger gelegt. Dieses Stäbchen wird beim Essen nicht bewegt.
  • Das zweite Stäbchen wird wie ein Stift mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger gehalten. Die Spitzen beider Stäbchen sind auf gleicher Höhe, so dass sie eine Spitze bilden, mit der man gut greifen kann.
  • Zum Greifen des Essens wird das zweite Stäbchen von seinem fixierten Konterpart hin und her bewegt – wie bei einer Zange.
  • Wenn man die Spitzen der Stäbchen zusammenführt, können sie ähnlich wie ein Löffel verwendet werden.
  • Klingt schwierig? Es ist wie bei den meisten Dingen: Übung macht den Meister!




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