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Eiweißbrot: Wenig Kohlenhydrate

Es ist anders als andere Brote. Denn beim Eiweißbrot, das in vielen Bäckereien auch als sogenanntes "Abendbrot" angeboten wird, sind anstelle von Kohlenhydraten pflanzliche Eiweiße enthalten. Somit ist es vor allem für Menschen, die sich nach dem Low-Carb-Prinzip ernähren, interessant.


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Stefanie Maurer

Diplom-Ökotrophologin FH (Ernährungs­wissenschaftlerin)
11. Februar 2013
Bild: (c) Mzagajewska / clipdealer.com

Kohlenhydratarmes Abendbrot

Das Low-Carb-Prinzip empfiehlt eine kohlenhydratarme Ernährung. Dieses in der Ernährungswissenschaft umstrittene Konzept verfolgt die Idee, dass durch den Verzicht auf Kohlenhydrate das Fettdepot im Körper abgebaut und somit das Abnehmen gefördert wird. Vor allem in den Abendstunden soll bei dieser Ernährungsweise auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichtet werden. Wer dabei sein klassisches "Abendbrot" wortwörtlich nicht missen möchte, findet eine Alternative im kohlenhydratarmen Eiweißbrot, das sich in den letzten Monaten zum Bäckerei-Trend entwickelt hat.

 

Zusammensetzung und Nährwerte

Eiweißbrot besteht hauptsächlich aus pflanzlichem Eiweiß, wie Soja-, Weizen- oder Lupineneiweiß, aber auch Sojaschrot, Sojamehl, Apfelfaser oder Leinsaat. Während diese Eiweiße rund 25 Prozent des Eiweißbrotes ausmachen, liegt der Kohlenhydratanteil lediglich bei 4,5 bis 7 Prozent.

Beachtenswert ist jedoch auch die Fettmenge. Mit einem Anteil von rund 10 Prozent ist diese zehnmal so hoch wie im normalen Brot. Dieser hohe Fettanteil ist nötig, um die Struktur des Brotes zu erhalten. Unterm Strich enthält das Eiweißbrot zwar weniger Kohlenhydrate, liefert jedoch aufgrund der höheren Eiweiß- und Fettmengen insgesamt etwas mehr Energie.

 

Im Geschmacksvergleich

Goldbraun gebacken und rundherum mit Sonnenblumenkernen, Weizenkleie und Sesam bestreut sieht es eigentlich sehr appetitlich aus. Die Illusion wird jedoch bereits beim Versuch, das Eiweißbrot zu schneiden, wieder zerstört. Die klebrige Konsistenz und die faserige Struktur des Teiges machen dieses Vorhaben zu einer komplizierten Angelegenheit. Einmal geschnitten zerfallen die Scheiben sehr leicht, so dass auch der Versuch, das Brot zu schmieren und zu belegen, zur Herausforderung werden kann.

Das Aroma des Eiweißbrotes ist Geschmackssache. Zudem ist es wesentlich teurer als herkömmliches Brot. Somit spricht sowohl aus ernährungsphysiologischer als auch kulinarischer Sicht nur wenig für diesen Brot-Trend.




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