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Kulinarischer Blick gen Norden – die finnische Küche

Finnische Speisen und Getränke sind die perfekte Wahl, wenn es draußen noch kühl ist und es drinnen gemütlich werden soll.


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Stefanie Maurer

Diplom-Ökotrophologin FH (Ernährungs­wissenschaftlerin)
5. März 2012
Bild: (c) CarmenSteiner / clipdealer.com

Piroggen sind Tradition

Wer für Freunde und Familie finnisch kochen möchte, kommt um die traditionellen karelischen Piroggen (Karjalan Piirakka), die sich sehr gut als Vorspeise eignen, nicht herum. Hierfür stellt man einen Teig aus feinem Roggenmehl, gemischt mit wenig Weizenmehl und Wasser her. Diesen rollt man flach und rund aus und füllt ihn mit leicht gesalzenem Milchreis. Die Teigränder werden nach oben geklappt, so dass der Reisbrei nicht hinauslaufen kann. Im Ofen werden die Piroggen schließlich bei 200 Grad gebacken und mit einer Mischung aus Butter und Eierstücken serviert.

 

Keittö und Glögi heizen von innen ein

Im kalten Finnland kommen häufig heiße Suppen auf den Tisch. Besonders beliebt ist Erbsensuppe (Hernekeittö) oder Lachssuppe (Lohikeittö). Letztere besteht aus Fischbrühe, die mit gekochten Kartoffeln, kleinen Lachsstücken, Zwiebeln, Salz, Schnittlauch, Milch und ein wenig Butter verfeinert wird. Wem noch nicht warm genug ist, der greift zum finnischen Glühwein (Glögi). Dieser wird aus Rotwein, Johannisbeersaft, Mandeln und Rosinen, zusammen mit Zucker, Zitronensaft und Zimtstangen gekocht.

 

Rentierfleisch – würzig und herzhaft

Wer es deftig mag, sollte einmal Rentierfleisch probieren. Ob getrocknet als Schinken oder gegart als Braten oder Gulasch, mit dieser finnischen Delikatesse hinterlassen Sie Eindruck bei Ihren Gästen. Das Fleisch ist dunkelrot und zeichnet sich durch eine besondere Zartheit und ein leichtes Wildaroma aus. Dazu passen Wildpreiselbeeren und Kartoffelpüree ebenso gut, wie Knödel und Bohnen. Auf eine finnische Tafel gehören übrigens immer auch einige Scheiben Roggenbrot und eine Kanne stilles Wasser.

 

Süßes zum Schluss

Fruchtige Nachspeisen sind in Finnland besonders beliebt. So werden häufig Rote Grütze aus Preiselbeeren oder Blaubeersuppe serviert. Typisch für die nordische Nation sind auch die sogenannten Runeberg Törtchen (Runebergintorttu). Diese kleinen Küchlein waren einst das Lieblingsgebäck des finnischen Nationalliteraten J. L. Runeberg. Laut Überlieferungen sollen seine Frau und er diese zylinderförmige Spezialität, bestehend aus Teig mit Punscharoma und Himbeermarmelade, jeden Tag gegessen haben.




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