Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Brot – Geschichte eines Grundnahrungsmittels

Deutschland gilt als das Land mit den meisten Brotsorten, aber bereits die alten Ägypter waren als "Brotesser" bekannt. Im dritten Jahrtausend vor Christus kannten sie bereits 30 Brotsorten.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Ursula Heid

Diplom-Ingenieurin (Haushalts- und Ernährungs­technik)
2. Juli 2012
Bild: (c) Gaby Stein / pixelio.de

Die Geschichte

Schon vor über 30.000 Jahren wurde nördlich der Alpen Getreide gemahlen, aber erst etwa 20.000 Jahre später wurde Getreide gezielt angebaut. Zunächst gab es mit Wasser vermengten Getreidebrei, allmählich setzte sich die Zubereitung auf heißen Steinen als Fladenbrot durch. So ließ sich der "Brei" länger aufbewahren und auch besser transportieren.

 

Die "Revolution"

Bis zum Brot, wie wir es heute kennen, war noch ein weiter Weg. Zwei Dinge mussten erfunden werden. Das erste war der Bau von Backöfen. Jetzt, wo die Hitze das Brot nicht nur von unten garen konnte, sondern von allen Seiten, konnten statt der Fladen auch Laibe gebacken werden. Die ersten Öfen kann man sich als einen umgedrehten Topf auf dem heißen Stein vorstellen.

Die zweite wichtige Weiterentwicklung war die Entdeckung der Wirkung von Hefe. Wohl eher zufällig wurde entdeckt, dass Teig, wenn er eine Weile stehen gelassen wird, anfängt zu gären und das Brot dann lockerer und aromatischer wurde. Im Lauf der Zeit lernten die Menschen den Gärprozess zu steuern. Sie bewahrten von gut gelungenem Brotteig eine kleine Menge auf und nahmen diese als Grundlage für den nächsten. Diese Methode der Sauerteiggärung ist noch heute aktuell. Die Kelten verwendeten Bierhefe für den Gärungsprozess.

 

Die Weiterentwicklung

Es waren die Ägypter, die die Backöfen weiterentwickelten und darin Temperaturen erreichen konnten, bei denen die im Brot enthaltene Flüssigkeit sofort verdampfte und so das Brot aufging. Von dort aus trat das Brot seinen Siegeszug in die anderen Hochkulturen in Griechenland und Rom an.

Die Römer waren als erste in der Lage, das Getreide mit ihren Mühlen sehr fein zu mahlen. Und den Römern verdanken wir die ersten Vorrichtungen zum Teigkneten: Große Rührhölzer wurden von Ochsen bewegt und kneteten so den Teig in großen Trögen. Mit dieser Technik konnte eine römische Großbäckerei bereits zu Zeiten Christi Geburt 36.000 Kilogramm Brot pro Tag herstellen.




Bildquellen von oben nach unten: (c) Gaby Stein / pixelio.de, (c) Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de, (c) Benjamin Klack / pixelio.de, (c) wiesel / clipdealer.com, (c) Rainer Sturm / pixelio.de, (c) chocolat01 / pixelio.de, (c) Gabi Schoenemann / pixelio.de, (c) birgitH / pixelio.de, (c) detailfoto / clipdealer.com, (c) Mzagajewska / clipdealer.com, (c) magdalenapaluchowska / clipdealer.com, (c) wolfmaster13 / clipdealer.com, (c) jannyjus / clipdealer.com, (c) tilo / clipdealer.com, (c) TK-photography / clipdealer.com