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Dinkel – ein gesunder Verwandter

"Dinkel ist das beste Getreide, kraftvoll und leichter verträglich als alle anderen Körner." So lobte Hildegard von Bingen schon im 12. Jahrhundert dieses Getreide.


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Maren Ottliczky

Master of Science (Ernährungs­wissenschaftlerin)
30. August 2010
Bild: (c) Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

Traditionelles Getreide aus Süddeutschland

Dinkel, auch als "Schwabenkorn" bekannt, ist eine sehr alte und robuste Getreideart. Städtenamen wie Dinkelsbühl weisen noch auf sein ursprüngliches Hauptanbaugebiet im süddeutschen Raum hin.

Der ertragreichere und einfacher zu verarbeitende Weizen, der übrigens mit dem Dinkel verwandt ist, verdrängte diesen vom Markt. Heute stammt Dinkel meist aus kontrolliert-biologischem Anbau, da er von Natur aus wenig Dünger und Pflanzenschutzmittel benötigt.

 

Nicht nur Bestandteil der Vollwertküche

Die Verwendung ganzer Dinkelkörner in der Küche ist vielen aus der Vollwerternährung bekannt. Dinkel ist auch gut zum Backen geeignet, da er einen hohen Klebergehalt hat. Bei den verschiedensten Backwaren wie Brot, Brötchen, Kuchen oder Plätzchen stellt er mit seinem nussig-aromatischen Geschmack eine Alternative zum Weizenmehl dar.

 

Grünkern – unreifer Dinkel

Vermutlich aus einer akuten Hungersnot heraus wurde der Dinkel ursprünglich schon halbreif geerntet und als Grünkern mit seiner typischen olivgrünen Farbe bekannt. Die Körner werden nach der Ernte getrocknet und geröstet. Durch diesen Vorgang – Darren genannt – wird der Grünkern haltbar und erhält seinen würzigen Geschmack. Da dem Grünkern im Gegensatz zum Dinkel das Klebereiweiß fehlt, ist er weniger zum Backen geeignet. Besonders beliebt ist Grünkern als Suppe oder Bratling.

 

Gesunde Ernährung

Mit der Verwendung von Dinkel und Grünkern kann ein Beitrag zu einer gesunden Ernährung geleistet werden. Diese im Vergleich zu anderen etwas teurere Getreideart zeichnet sich sowohl durch einen hohen Mineralstoff- und Vitamingehalt als auch durch eine optimale Eiweißzusammensetzung aus. Da Dinkel gut verträglich ist, wird er bei Allergien z. B. als Weizenersatz verwendet.




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