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Kesselkuchen – ein rheinisches Traditionsrezept

Der Kesselkuchen ist eine Spezialität aus dem Rheinland, die dem Reibekuchen sehr ähnlich ist. Der Unterschied liegt darin, dass der Kesselkuchen in einer Auflaufform oder einem Bräter im Ofen gebacken wird. Meist wird der Teig zusätzlich mit Speck oder Mettwürstchen angereichert.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
9. November 2015
Bild: (c) fahrwasser / clipdealer.com

Ein Brauchtum bewahren

Der Kesselkuchen ist ein altes rheinisches Rezept mit langer Tradition. In vielen Familien existieren Rezepte, die über Generationen weitergereicht wurden. Früher galt der Kesselkuchen, der je nach Region auch als Döppekuchen, Puttes, Kesselsknall oder Pillekuchen bekannt ist, als sogenanntes "Arme Leute-Essen". Meist wurde er an Sankt Martin anstelle einer Gans serviert. Heute findet man ihn in traditionellen Gaststuben wieder auf der Speisekarte.

 

Kartoffeln als Basis

Kesselkuchen besteht aus geriebenen Kartoffeln, kleingewürfelten Zwiebeln, Eiern und Gewürzen wie Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Durchwachsener Speck und Mettwurst bringen eine zusätzliche Würze in das Kartoffelgericht. Vegetarier können den Kesselkuchen auch sehr schmackhaft mit roter und grüner Paprika zubereiten. Gelegentlich wird noch mit Kräutern wie Thymian oder Petersilie abgeschmeckt.

Nach der Vorbereitung werden die Zutaten gut miteinander vermischt und in eine geölte Auflaufform oder einen Bräter gegeben. Im Backofen wird die Masse nun etwa 90 Minuten bei 180 bis 200 Grad solange gebacken, bis sich die Oberfläche goldbraun gefärbt hat und schön knusprig ist.

 

Gut kombiniert

Eine typisch rheinische Beilage ist das Apfelmus. Ob selbstgemacht oder gekauft, es stellt mit seinem süß-sauren Geschmack eine wunderbare Ergänzung zu dem deftig-salzigen Kesselkuchen dar. Auch Räucherlachs mit Sahnemeerrettich oder ein Kräuterquark schmecken gut dazu. Wer lieber eine leichte Beilage bevorzugt, sollte einen grünen Salat mit Gurkenscheiben und einem Essig-Öl-Dressing wählen.




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