Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Zöliakie – es geht auch ohne Gluten

Wird eine Zöliakie diagnostiziert, kann dies zunächst sehr verunsichern. Doch mit der richtigen Ernährung lässt sich diese Krankheit gut managen.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
28. Oktober 2013
Bild: (c) HeikeRau / clipdealer.com

Zöliakie

Bei Zöliakie handelt es sich um eine Intoleranz gegenüber Gluten ("Klebereiweiß"). Dieses ist in vielen Getreidesorten enthalten. Wenn Menschen mit Zöliakie glutenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen, kommt es zu einer schweren Schädigung der Dünndarmschleimhaut. In Folge dessen kann die Dünndarmschleimhaut nicht mehr richtig arbeiten, und bei dem Betroffenen treten Mangelerscheinungen auf.

 

Symptome

Früher kam Zöliakie fast nur bei Kindern vor. Wenn ein Kind nicht ausreichend an Gewicht zunahm oder kaum wuchs, fiel der Verdacht schnell auf Zöliakie. Bei Erwachsenen können die Symptome unspezifischer sein. Am häufigsten ist jedoch auch hier eine sogenannte "Gedeihstörung" zu beobachten. Diese kann mit Übelkeit, Durchfall und Blässe einhergehen. Mitunter kommt es auch zu Müdigkeit oder Misslaunigkeit. Weil die Diagnostik sehr anspruchsvoll ist, sollte sie immer über einen Facharzt abgeklärt werden.

 

Leben mit Zöliakie

Mit der Diagnose geht zwangsläufig eine Ernährungsumstellung einher. Menschen mit Zöliakie müssen ihr Leben lang strikt auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Zu Beginn ist es ratsam, diese Umstellung mit Hilfe einer Fachperson umzusetzen.

Aufgrund seiner klebenden Eigenschaften wird Gluten von der Lebensmittelindustrie gerne und häufig verarbeitet. Darum ist es sicherer, die meisten Speisen selbst herzustellen. Es gibt jedoch immer mehr glutenfreie Lebensmittel auf dem Markt. Diese sind mit einer durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet.

 

Glutenhaltige Getreide & glutenfreie Alternativen

Ersetzen Sie zum Beispiel

  • Weizen durch Buchweizen,
  • Dinkel durch Hirse,
  • Roggen durch Reis,
  • Hafer durch Mais,
  • Gerste durch Amarant und
  • Grünkern durch Quinoa.

Hierbei handelt es sich nicht um ausschließliche Alternativen. Letzendlich bestimmt der Verwendungszweck (Gebäck, Beilage etc.) die Auswahl des glutenfreien Ersatzes.




Bildquellen von oben nach unten: (c) HeikeRau / clipdealer.com, (c) ildipapp / clipdealer.com, (c) Ulrike Jonack / pixelio.de, (c) TeQui / clipdealer.com, (c) matka_w / clipdealer.com, (c) H.D.Volz / pixelio.de, (c) HeikeRau / clipdealer.com, (c) ealisa / clipdealer.com, (c) jannyjus / clipdealer.com, (c) tilo / clipdealer.com, (c) TK-photography / clipdealer.com